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Das LiveAlbum zur MONO FÜR ALLE ! - D.I.Y.-Tour


Die Tontechniker auf der DIY-Tour 2015 waren schwer bemüht, die Shows in guter Tonqualität festzuhalten, auch wenn das ein oder andere Mischpult dabei den Flammen zum Opfer gefallen ist. Deswegen gibt mit dem Besten vom Besten ein Livealbum auf Vinyl (LP), Polycarbonat (CD) und Tonbandkassette (MC). Folgende Songs sind mindestens drauf:
 CD: 11,99 €
MC: 11,99 €
Vinyl: 16,99 €

Die LP erscheint mit einem exklusiven Falt-Poster, die CD kommt im hochwertigen Recycling-Karton-Sleeve. Das Album kostet auf CD/MC 11,99€ und als Vinyl 16,99€ - zahlbar per Paypal oder Bitcoin-Äquivalent. Versandkosten betragen pauschal 2€, egal wieviel bestellt wird.

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Sowohl die Neuauflage der CD - als auch die langerwartete LP - sind sofort lieferbar!

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***FAQ: Interview mit dem Produzenten Sarq Reuter***
Zuständig für Technik, Mix und Mastering war Sarq Reuter, der bisher eher in Insiderkreisen als Produzent von Warez-Installer-Sounds bekannt sein dürfte. Zed vom Fanklub hat sich mit ihm über das MfA!-Livealbum unterhalten.

Zed: Hallo Sarq, was bedeutet eigentlich D.I.Y. und was hat das mit der MfA!-Tour zu tun?
Sarq: D.I.Y. steht für do it yourself, also „mach es selbst“, das ist ein anarchistisches und antikapitalistisches Gegenkonzept zu den industriellen und spezialisierten Produktionsprozessen. Antikapitalistisch vor allem deswegen, weil es keinen Chef oder Unternehmer gibt, der von der Arbeitskraft anderer profitiert. D.I.Y. bei MfA! bedeutet: es gibt keine Bookingagentur, kein Label, keine Tontechnikfirmen, kein Tourmanagement oder andere „Profis“, sondern die Band macht alles komplett selbst, mit Hilfe von ein paar Freunden wie mir.

Zed: Das hört sich nach ziemlich viel Arbeit und Stress an. Was soll an D.I.Y. besser oder schlechter sein, als an der kapitalistischen Produktionsweise?
Sarq: Zunächst einmal hast du bei D.I.Y. die volle Kontrolle über alle Prozesse, insofern kann es in kleineren Projekten durchaus effizienter sein, als eine spezialisierte Arbeitsteilung. Kritiker von D.I.Y. loben ja oft die Effizienz der Arbeitsteilung im Kapitalismus, jedoch ohne zu erwähnen, dass Arbeitsteilung auch meistens hierarchisch strukturiert ist und in erster Linie der Gewinnakkumulation bzw. dem Transfer von unten nach oben dient. Und da wären wir auch schon beim nächsten Vorteil: D.I.Y. ist hierarchiefrei, d.h. es gibt keinen Chef und keine Konkurrenz, sondern die Menschen handeln selbstbestimmt.

Zed: Aber im Kommunismus könnte doch spezialisierte Arbeitsteilung hierarchiefrei ablaufen, da bräuchten wir dann kein D.I.Y., oder?
Sarq: Naja, im real existierenden Kommunismus gab es auch ziemlich krasse Hierarchien und momentan ist weit und breit kein emanzipatorischer Kommunismus in Sicht. Dagegen ist D.I.Y. eine sofort umsetzbare, konkrete und gut funktionierende Alternative zum Bestehenden.

Zed: Ich kenne viele kleine Labels, die machen auch fast alles selbst oder sind befreundet mit der Tontechnikfirma. Worin liegt der Unterschied, wenn MfA! ihre Tour D.I.Y. nennen?
Sarq: Es kann sein, dass es da manchmal formal keinen Unterschied gibt. Die anderen bezeichnen ihr Schaffen aber trotzdem meist nicht als D.I.Y., denn da ist vor allem noch die Frage der Einstellung bzw. der Ideologie. Viele kleine Labels arbeiten gezwungenermaßen D.I.Y. und wollen aber eigentlich das große Business, d.h. sie zielen auf einen Charterfolg oder eine Präsenz bei Rock am Ring. Bei MfA! ist das genau anders herum, gebürstete Alutraversen und Becksteiner Bierstände werden abgelehnt. Gemeint ist damit neben der Kommerzialisierung auch die Normierung der Musik. Ein kapitalistisches Event, von „Profis“ durchgestylt, ist immer standardisiert und damit entsprechend langweilig. Die PA ist eingemessen, die Notausgänge beschriftet, das Licht entspricht der DIN-Norm, von der Musik mal ganz zu schweigen. Bei MfA! gibt es vielerlei Abweichungen, z.B. ist ein Feuer auf der Bühne in so gut wie keiner Kommerzlocation erlaubt, obwohl viel ungefährlicher als jeder blöde Pyro-Effekt. D.I.Y. macht sowas erst möglich.

Zed: Noch eine abschließende Frage zur Technik: Das Album klingt ja ziemlich gut, wie habt ihr das gemacht?
Sarq: Also, auf der Weltuntergangstour hatten wir ein quasi selbstgebautes Digitalpult mit WLAN-Funktion, bestehend aus einem 16-Kanal-Audiointerface, einem Laptop und einem Tablet als Mixer. Damit konnten wir nicht nur kabellos mischen, sondern auch alles mehrspurmäßig in Topqualität mitschneiden. Allerdings gab es Probleme mit den Latenzen und der Systemstabilität, so dass wir uns für die D.I.Y.-Tour ein "fertiges" digitales Mischpult gekauft haben, die sind inzwischen einigermaßen bezahlbar geworden. Auch Mikros gibt es heutzutage in brauchbarer Qualität für wenig Geld, die Toms haben wir z.B. mit 10-Euro-Mics abgenommen und irgendwie klingt das richtig geil, wie du ja auch schon bemerkt hast.

Zed: Alles klar soweit, ich hätte sonst keine Fragen mehr, hast du noch irgendwas hinzuzufügen?
Sarq: Zum Thema D.I.Y. versus Profis ist vielleicht noch interessant zu erwähnen, dass die Single zu Gentrification auf der MfA!-Webseite von Tom Coyne (Beyoncè, Adele, Pink, Backstreet Boys, Britney Spears u.a.) in New York gemastert wurde, also einem der renomiertesten Mastering Engineers der Welt. Ich hab dazu einen Alternativ-Mix gemacht, auschließlich in the box auf einem alten Thinkpad, der gefällt mir persönlich viel besser. Es soll demnächst auf der MfA!-Webseite einen Hörvergleich geben, Universal Studios werden dabei die Dritten im Bunde sein. Da wird sich dann zeigen was mit D.I.Y. so alles möglich ist.

Zed: Oh, das hört sich wirklich interessant an. Vielen Dank für das Interview!